Restaurantbesuch im Franz Ferdinand Bochum

Wenn ihr an Landesküche denkt, das fällt euch dann zuerst ein? Uns auf jeden Fall Italien, Kanada und England. Liegt wohl daran, dass wir diese Länder bereist und dort gegessen haben. Italien verbinden wir natürlich mit Pizza und Pasta, vor allem aber auch mit Muscheln, Limoncello, Focaccia und Mozzarella. Kanada natürlich mit Ahornsirup, denn es ist wirklich kein Vorurteil, dass die Kanadier zu ALLEM Ahornsirup essen (auch auf Lachs, was super lecker ist;) ) ach und Poutine, Pommes mit Bratensoße (Gravy) und Mozzarella. Dann wäre da noch England, für uns natürlich 100% Jamie Oliver, ist wohl klar, aber eben auch typisch für Fish & Chips, Minze und Shepherd’s pie.

Worauf ich aber hinaus möchte, ist die Österreichische Küche. Was verbindet ihr damit? Wir definitiv Kaiserschmarrn und das allseits beliebte (aber oft nicht richtig gemachte) Wiener Schnitzel.Ich denke, eure Assoziationen werden sich teilweise mit unseren Decken. Dass diese auf 2 beschränkt sind, mag durchaus daran liegen, dass wir noch nie in Österreich waren. Anfang November durften wir aber auf einem wunderbaren Event erste Einblicke in die Österreichische Küche machen und österreichische Weine kennenlernen.

Bloggerevent im Franz Ferdinand in Bochum

Wir waren an einem Montag-Abend Anfang November im Franz Ferdinand in Bochum eingeladen und wir hatten wirklich einen wunderbaren kulinarischen Abend. Wir waren natürlich nicht alleine bei Alessandro Maceri. Wie es auf einem Bloggerevent so üblich ist, trifft man fast immer bekannte Gesichter an und so war es auch diesmal. Die liebe Katti (Pottgewächs) und Tine (Pott.lecker) kennt ihr vielleicht noch von dem „Sommer im Pinnchen“ Event, wo wir den Nektarinenschnaps gemacht haben. Elke (Herzstück) kennen wir auch schon eine Weile von unseren Ruhrpott-Foodie-Dinner Aktionen, genauso wie Sascha (lecker muss es sein), der das Event mit organisiert hat und Ilona (nofastfoodtoday). Mit dem Tobi (Kuchenbäcker) hätten wir eher nicht gerechnet, dafür war es umso schöner, ihn zu sehen. Tobi (Onkel Kethe), sowie Christin (Ofengeflüster) und ihren Freund kannten wir noch nicht, es war aber schön, sie kennenzulernen 🙂

Wir dachten, wir teilen den Beitrag in ein paar Kategorien, so ist es übersichtlicher 😉

Atmosphäre

Unter Atmosphäre verstehen wir hier nicht nur die Einrichtung, sondern auch das große Ganze. Das Franz Ferdinand ist ein wunderschönes, kleines österreichisches Fleckchen mitten im Ruhrgebiet, unweit vom Bochumer Hauptbahnhof. Wenn man nicht etwas neben der Spur ist (wie wir es waren) ist es auch leicht zu finden. Wenn man reinkommt, gibt es links eine Theke mit tollen Kuchen in der Auslage. In diesem Raum befinden sich einige Sitzplätze, vor allem für 2 Personen mit wunderbar bequemen Sitzen. Rechts kann man in einen anderen Raum gehen, in dem größere Tische stehen und gradeaus guckt man direkt auf ein Geweih an der Wand, das natürlich nicht echt ist, aber wunderbar zur Atmosphäre beiträgt. Die ganze Inneneinrichtung soll an Österreichische Königshäuser erinnern und wir müssen sagen, insgesamt haben wir uns dort wirklich sehr wohl gefühlt. 

Service

Zum Service können wir gar nicht sooo vie sagen, da das Restaurant ja eigentlich geschlossen gewesen wäre. Alessandro ist allerdings ein sehr sympathischer und aufgeschlossener Restaurantbesitzer. Wir haben uns wirklich gefreut, ihn kennenzulernen und bei ihm essen zu dürfen. Natürlich gab es auch jemanden im Service und es hat uns wirklich an nichts gemangelt. Die Crew in der Küche war der Knaller, von denen waren wir besonders begeistert, da wir bei allen Zubereitungen mithelfen durften und sie uns viel dazu erklärt und ihr Wissen gerne mit uns geteilt haben.

Essen

Es gab 5 Gänge, mehr muss ich wohl nicht sagen, oder? Ich (Jana) hatte wirklich Probleme, dass Dessert auch nur zu probieren, so unfassbar vollgefuttert war ich an diesem Abend. Bei Lars ist das oft so, dass er nach so einem Essen am nächsten Tag noch satt ist, bei mir eher weniger, dafür ist mein Magen einfach zu klein 😀 Aber selbst ich hatte am nächsten Tag nur so semi hunger.

Nachdem alle angekommen waren und es ein paar Begrüßungsworte und ein Begrüßungs-Sektchen gab, standen schon ein paar leckere Schnittchen bereit. Danach ging es in die Küche, denn wir haben tatkräftig mitgeholfen bei den Vorbereitungen. Der erste richtige Gang war Beef Tatar vom Tiroler Färsenrind und was soll ich sagen? Es war unglaublich lecker. Wenn das Fleisch eine gute Qualität hat, dann schmeckt es roh natürlich auch sehr lecker und das war absolut hier der Fall.

Der zweite Gang war für uns durchaus etwas Neues, klar kennt man Tafelspitz, gegessen haben wir den aber bisher eher selten und Knochenmark war für uns auch neu. Klar gibt es in einer Rindfleischsuppe auch Markklöße aber wir haben bisher immer nur woanders welche gegessen und da ist die Frage, wie die hergestellt wurden. Dass man die Knochen in Scheiben schneidet, mit etwas Butter im Ofen anröstet und sie dann auskratzt, um das Mark auf dem Brot zu essen, war uns neu, kostete mich zunächst etwas Überwindung, war dann aber wirklich lecker. Wir freuen uns immer über neue Geschmäcker;)

Danach kam das Highlight des Abends: Blind Schnitzel-Tasting.  Da waren wir logischerweise nicht in der Küche, sonst hätten wir es ja unterscheiden können. Zubereitet wurden Schnitzel aus: Kalbsoberschale – und Hüfte, sowie Schweinefilet und Schweinelachs. Wir sollten dann das Leckerste bestimmen und obwohl es unterschiedliche Meinungen gab, hat tatsächlich das aus der Oberschale gewonnen:) So soll es sein 😉 Schnitzel können wir da wirklich nur empfehlen, das wär auch unsere erste Wahl im Franz Ferdinand, weil man nicht überall vernünftige Schnitzel bekommt.

Der 4. Gang war ein Zwiebelröstbraten, der perfekt gegart war und mir (Jana) auf jeden Fall den Rest gegeben hat 😀 Auch dieser wurde aus dem Tiroler Färsenrind zubereitet und war einfach nur richtig lecker. Die Portionen lassen von der Größe her auch erstmal keine Wünsche übrig. Bei 5 Gängen muss man sich aber irgendwie noch Platz schaffen, man will ja alles probieren.Somit sind wir beim letzten Gang angelangt, dem Nachtisch. Und was würde da besser passen, als Kaiserschmarren? Ich weiß es auch nicht. Dazu gab es Zwetschgen, was nicht nur lecker ist, sondern sich auch mit meinen zahlreichen Allergien wunderbar vereinbaren lässt. Kann ja keiner wissen, ich wollte trotzdem mal erwähnen, dass ohne eine Liste von mir tatsächlich nichts verarbeitet wurde, das ich nicht vertrage und das ist schon sehr toll 🙂 Ich konnte also nur noch ein ganz klein wenig Nachtisch probieren, der war aber wirklich lecker. Kaiserschmarrn mögen wir beide eh sehr gerne und Zwetschgen sind toll.

Getränke/ Weine

Janas Lieblingskategorie 😀 Lars freut sich immer besonders, wenn es selbstgemachte Limonaden oder ähnliches gibt, das gab es nicht, dafür viel Wein, was mir zu Gute kommt. Die Weine an dem Abend hat Timo Möck (Rebenreich) zur Verfügung gestellt und ich war besonders angetan vom 2015 „Offspring„. Ein veganer Wein. Ich muss zugeben, ich habe schon den ein oder anderen veganen Wein probiert und fand die bisher nicht allzu überzeugend. Dieser hingegen war perfekt. Man hat nichts vermisst und zum Tatar war er wirklich gelungen.

Grünen Veltliner hatte ich bis dahin noch nicht probiert (weiße Weine mag ich auch nicht sooo gerne). Wir haben einen von 2015 zum Schnitzel bekommen und ich muss sagen, es hat super gepasst und er war wirklich lecker.

Zum Nachtisch gab es natürlich einen Traminer (2013), was anderes hätte mich auch überrascht und auch der hat super gepasst, obwohl Traminer eher etwas für Lars statt mich ist. Auf Grund der Länge dieses Beitrags (ohje) schreibe ich nicht über jeden einzelnen Wein, was ich aber abschließend noch sagen möchte ist, dass die Weine hervorragend zu den Gerichten gepasst haben, alle aus Österreich kamen und super lecker waren. Nicht einer hat meinen Geschmack nicht getroffen und so war auch die Weinbegleitung wirklich gelungen.

Natürlich gibt es das nicht immer im Franz Ferdinand, aber die Weine, die ihr da bekommt, sind auch alle aus Österreich.

Event

Ein paar letzte Worte zum Event würden wir auch noch gerne einbringen. Wir hatten einen wirklich sehr schönen Abend mit netten Bloggerkollegen, tollem Essen und Wein und etwas österreichischem Feeling in Bochum. Dass wir als Blogger in der Küche helfen durften, hat uns nicht nur beeindruckt, sondern auch sehr gefreut. Wir haben es bereits anders erlebt und der Respekt, der uns vom Team entgegen gebracht wurde, war einmalig. Man hatte nicht versucht, uns zu erklären, wie man ein Messer benutzt und eine Zwiebel schält (das wissen wir ja schließlich auch), sondern wir wurden aktiv mit eingebunden und hatten eine Menge Spaß an diesem Abend.

Wir hoffen, ihr konntet einen kleinen Einblick bekommen und schaut dort vorbei, wenn euch nach ein wenig Österreich zu Mute ist.

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2 Comments on "Restaurantbesuch im Franz Ferdinand Bochum"

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Sascha
Guest

Hallo ihr zwei,

da habt ihr nochmal ein paar extraschöne Bilder gemacht. Toller Bericht über einen wirklich sehr schönen Abend mit euch und natürlich allen anderen, auch bei ein klein wenig Völlerei.

LG Sascha

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