Rezept für ein Früchtebaiser mit Nüssen und Karamell

Seit der letzten Klausurphase habe ich echt ein Problem damit, auf Süßigkeiten zu verzichten. Zucker wird wohl nicht ohne Grund als Droge bezeichnet und ich kann euch sagen, bei mir hat sie voll zugeschlagen. Ich überstehe in letzter Zeit keinen einzigen Tag ohne Schokolade, gemischte Tüte mit Lakritz oder Kuchen. Passenderweise habe ich vor etwa 2 Wochen das Deichkind Album bekommen, auf dem auch das Lied „Naschfuchs“ ist. Das Lied ist wirklich super und ich hätte es nicht besser ausdrücken können als die es tun ;). Hier mal ein paar Zeilen aus dem Lied

Candy gegen Kummer.
Bubblegum und Fanta.
Popcorn gegen Panik.
Gummibärn’ statt Ganja.

Haribo for live.
Ich pfeife auf den andern’ Krempel.
Sweets sind meine Drugs und
die Tanke ist mein Tempel.

Das restliche Album ist übriges auch mega geil und es lohnt sich echt, es anzuhören.

Um meine momentane Abhängigkeit zu befriedigen und weil ein Geburtstag anstand und weil wir uns vorgenommen hatten, mehr aus Kochbüchern zu kochen, haben wir ein Früchtebaiser zubereitet.
Das Rezept stammt aus dem Buch „Besser kochen mit Jamie“ von, wie soll es anders sein, Jamie Oliver. Allerdings war es mir, obwohl ich momentan ein Zuckerjunkie bin, viel zu süß und deshalb habe ich die Hälfte des Zuckers im Baiser weggelassen.

Baiser war für mich bisher gar kein Thema, da ich erstens nicht viel backe, sondern mehr koche und ich zweitens Baiser garnicht kannte. Man könnte nun meinen, das eine könnte was mit dem anderen zu tun haben und wisst ihr was? Is so 🙂
Ich habe mich schon so oft gefragt, was ich mit übriggebliebenem Eiweiß machen könnte und jetzt weiß ich es. Ich werde jetzt bestimmt nicht jedes mal Baiser machen, aber so habe ich wenigstens schon mal eine Möglichkeit, es zu verwenden.
Um dem Baiser ein wenig Geschmack zu verleihen, habe ich die Schale von einer Zitrone und einer Orange verwendet, aber ich könnt der Phantasie da freien Lauf lassen. Vom Schokosirup bis zur Leberwurst ist theoretisch alles möglich, vorausgesetzt man steht drauf 😉
Das selbe gilt für die Früchte, wenn ihr keine Himbeeren mögt ersetzt sie einfach gegen euer Lieblingsobst. Werdet kreativ und macht euch eure eigenes lieblings Früchtebaiser. So, nun genug gelabert, ran an das Baiser.

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Das braucht ihr für das Früchtebaiser: 

Ingredients

  •  6 Eiweiß
  • 1 Zitrone
  • 1 Orange
  • 2 Schalen Beeren
  • 400g Sahne
  •  50g Nüsse
  • 1 Vanilleschote
  • 450 g Zucker
  • Prise Salz

Benötigte Utensilien : Rührgerät, 1 Messbecher,1 mittlere Schüssel, 1 kleiner Topf, Zestenreibe oder Ersatz, langes Brett

Zubereitung :

1. Backofen auf 150 Grad vorheizen und die Schale von der Zitrone und der Orange abreiben. ( Bitte nicht das weiße abreiben, da das bitter ist. )

2. 6 Eiweiß in eine mittlere Schüssel geben und mit einer Prise Salz steif schlagen. Ob das Eiweiß wirklich steif ist, erkennt ihr, indem ihr euch die Schüssel über den Kopf haltet. Bleibt es in der Schüssel, ist es steif, fällt es auf euren Kopf, seid ihr nass und das Eiweiß ist nicht steif;).
Sobald das Eiweiß steif ist, gebt ihr nach und nach 150g Zucker + den Abrieb einer Orange und einer Zitrone hinzu. Jetzt schlagt ihr solang weiter, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Nehmt dafür etwas Eiweiß zwischen die Finger und verreibt es, ist es krümelig, müsst ihr weiter schlagen, falls nicht, ist es fertig.

3.Gebt die formbare und recht steife Masse nun auf ein Backblech und zieht an den Seiten ein paar schöne Spitzen. Das Baiser muss nun etwa 1 Stunde im Ofen bleiben.

4. Während das Baiser im Ofen ist, könnt ihr schonmal die Sahne schlagen. Gebt die Sahne in einen Messbecher und mixt drauf los. Kurz bevor die Sahne komplett steif ist, gebt ihr etwa 150g Zucker + das Mark einer Vanilleschote hinzu und mixt beides mit unter.

5.Sobald das Baiser fertig ist, also außen schön knusprig und innen leicht klebrig, holt ihr es aus dem Ofen und lasst es auskühlen. Sobald es ausgekühlt ist, drückt ihr VORSICHTIG mit den Fingern das Baiser in der Mitte ein. Von oben nach unten. In den entstanden Hohlraum gebt ihr in paar Nüsse und darüber die Sahne. Sollte noch Sahne übrig sein, verteilt sie links und rechts neben dem Hohlraum.

6. Verteilt die Beeren jetzt vorsichtig auf der Sahne und streut anschließend die Nüsse drüber. Als letztens gebt ihr etwa 150g Zucker in einen kleinen Topf und erhitzt diesen vorsichtig bei mittlerer Hitze. Die Kunst ist es jetzt, einfach mal nichts zu machen. Karamell macht sich quasi von alleine, ihr müsst einzig und allein den Topf vom Herd nehmen, wenn sich der Zucker leicht bräunlich färbt.

7. Jetzt müsst ihr das Karamell nur noch über dem Früchtebaiser verteilen und das wars 🙂

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Es liest sich eventull etwas komplizierter als es eingentlich ist, in Wahrheit ist es nämlich easy peasy.
Die übriggeblieben Eigelbe müsst ihr übrigens nicht wegwerfen, sondern könnt sie z.B für Creme Brûlée verwenden.

Ich hoffe, es finden sich ein paar Zuckerjunkies, die es ausprobieren.

Guten Hunger,

Lars

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