Leckere gefüllte Wraps

Es gibt so Gewürze, die habe ich schon Monate lang im Schrank stehen, weiß aber nicht, wo sie herkommen und habe sie auch noch nie verwendet. Eins davon ist Ras el-hanout, eine ursprünglich marokkanische Gewürzmischung, die aus bis zu 25 Gewürzen besteht. Darunter Muskatnuss, Chili, weißer Pfeffer, Nelken, Kardamom und viele mehr. Die Mischung schmeckt wirklich grandios und ich bin froh, dass ich sie mal ausprobiert habe.
Übersetzt heißt Ras el-hanout, Essen übrigens „Kopf des Landes“ was sinngemäß bedeuten soll, das nur der Chef des Gewürzladens diese Mischung herstellen durfte, da es Erfahrung braucht und sehr schwer ist.
Ich habe die Gewürzmischung von Alfons Schuhbeck und kann sie trotzdem empfehlen. Wieso trotzdem?
Weil der Kerl mir sehr unsympathisch ist, seitdem er Werbung für McDonalds und Fertiggerichte macht. Prinzipiell habe ich da nichts gegen, aber der Mann ist Koch und predigt seit Jahren, wie wichtig doch die gesunde Ernährung für die Gesundheit ist und dass wir unser Geld doch lieber für gute Lebensmittel ausgeben sollen, statt für teure Autos. Das passt nun gar nicht zusammen und macht ihn völlig unauthentisch.
Aber jetzt zurück zum Essen, heute gibt es leckere Wraps mit Lammhack, eingelegten Zwiebeln, knusprigen Bohnen, Avocado, Salat und einem pochiertem Ei zur Krönung.
Das geniale an dem Wrap ist, das man keine Soße braucht, da die Avocado alles schön cremig macht und das Eigelb vom pochierten Ei durch den ganzen Wrap fließt und sich um all die Leckereien schmiegt.
Ihr solltet versuchen, das Ei an die obere Seite zu packen, damit das Eigelb beim reinbeißen dann schön nach unten laufen kann und so überall hinkommt.
Bei den restlichen Belägen könnt ihr natürlich auch variieren, aber die Mischung schmeckt wirklich super. Die Bohnen kann ich euch auch empfehlen, wenn ihr nicht unbedingt Bohnenfan seid, da sie durch das Braten in der Pfanne etwas knusprig werden und nicht mehr so eine mehlig matschige Konsistenz haben.IMG_3774

Das braucht ihr für 4 Wraps :

  • 400g Lammhack (Rind geht auch)
  •  Avocado
  • 1 Zwiebel
  • 1 Dose Kidney-Bohnen
  • 4 Eier
  • 4 Wraps
  • Salat
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 2 Tl Ras el-hanout
  • Salz
  • Koriander nach Bedarf
  • 1 El Zucker
  • 3 El Essig + 2 El hellen Essig
  • 200 ml Wasser

Wie ihr die Wraps zubereitet:

  1.  Zwiebel schälen und in halbe Ringe schneiden. In eine kleine Schüssel 3 El Essig, 200 ml Wasser und 1 El Zucker geben und verrühren, um anschließend die Zwiebeln dazu zu geben. Die Schüssel könnt ihr jetzt bei Seite stellen und euch ums Hackfleisch kümmern.
  2. Das Hackfleisch aus dem Kühlschrank holen und mit ordentlich Salz, etwas Pfeffer, dem kleingehakten Knoblauch und 2 Tl Ras el-Hanout verkneten. Lasst das Fleisch jetzt am besten eine Stunde ziehen, damit alles gut durchziehen kann. Anschließend formt ihr 8 gleich große und am besten sehr flache Stücke aus dem Hackfleisch und legt sie bereit.
  3. Jetzt geht’s an den Herd. Stellt einen kleinen Topf mit Wasser und etwa 2El hellen Essig auf den Herd und erhitz das Wasser bis zum Siedepunkt, um das Ei zu pochieren (Anleitung weiter unten). Gebt etwas Öl in jeweils eine kleine und eine große Pfanne und stellt sie auf 3/4 Hitze. Sobald die Pfanne heiß ist, gebt ihr die abgekippten Kidney-Bohnen in die kleine Pfanne und das Fleisch in die große Pfanne. Die Kidney-Bohnen könnt ihr einfach liegen lassen Die platzen nun auf und werden von außen schön knusprig.
  4. Nach etwa 2 Minuten könnt ihr die Bohnen einmal schwenken und auf niedrige Hitze stellen damit sie warm bleiben. Das Fleisch könnt ihr wenden, wenn es von der einen Seite schön knusprig ist und dann auf der anderen Seite weiterbraten. Kurz bevor ihr das Fleisch rausholt, könnt ihr noch etwas Honig drüber geben der dann karamellisiert und dem Fleisch einen kleinen Kick gibt.
  5. Nun müsst ihr nur noch die Avocado schälen und schneiden und den Wrap belegen. Wie gesagt, ich würde das Ei nach ganz oben packen damit es dann schön nach unten laufen kann ;).

Pochieren : 

  1. Zum Pochieren müsst ihr zunächst Wasser in einem Topf zum Sieden bringen. Einen guten Schuss hellen Essig dazugeben (ich habe Weißweinessig genommen). Nicht zu wenig, sonst wird’s nix :(. Und auf keinen Fall dürft ihr das Wasser salzen, dann gehts auch daneben.
  2. Wenn das Essig-Wasser nun also am Siedepunkt angekommen ist, öffne ich ein Ei in eine Cappucinotasse oder ein anderes recht flaches Gefäß, damit das Ei einfacher in den Topf gleiten kann. Dann rührt man am besten mit einem Schneebesen im Topf, bis ein kleiner Strudel entsteht. Dann ganz schnell den Schneebesen raus und das Ei vorsichtig reingleiten lassen. Es sollte im besten Fall nicht den Boden berühren und muss dann einige Minuten in dem Wasser bleiben. Ich denke so 2-3 Minuten reichen bei einem normal großen Ei 🙂

IMG_3766Guten Hunger,

Lars

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